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30.11.2020

14. SET-Plan-Konferenz: Für das Erreichen der Energie- und Klimaziele müssen regionale, nationale und EU-Forschungsförderung an einem Strang ziehen

Europaflagge
Bild: ©rustamank - stock.adobe.com

Die Online-Konferenz am 23. und 24. November stand ganz im Zeichen der „European Green Recovery“. Der SET-Plan leistet hier einen zentralen Beitrag, denn er schlägt eine Brücke zwischen den nationalen und europäischen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen. Das ist entscheidend, denn das gemeinsame Ausrichten von Förderprioritäten und -Instrumenten kann die Energiewende beschleunigen.

Der „Strategic Energy Technology Plan“ – kurz SET-Plan – ist eine Strategie. Er setzt seit 2008 die Leitplanken für die Energieforschungsförderung in der Europäischen Union. Und er wird immer wieder angepasst an bedeutende Entwicklungen und Herausforderungen sowie an die Energie- und Klimaziele der EU. Aktuell steht er somit vor allem im Zeichen der „European Green Recovery“: Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie geht es im Kern darum, die europäische Wirtschaft jetzt nachhaltiger und „grüner“ wieder in Schwung zu bringen. Übergeordnetes Ziel ist, dass in Europa im Sinne des „EU Green Deal“ bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden. Dementsprechend lautete der Titel der 14. SET-Plan-Konferenz auch „Making the SET Plan fit for the EU Green Recovery“. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die internationale virtuelle Konferenz zusammen mit der EU-Kommission ausgerichtet.

Kosten sparen und schneller ans Ziel kommen: Nationale Finanzierungsprogramme
mit den Zielen der europäischen Energie- und Klimapolitik in Einklang bringen 

Am 23. und 24. November diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der EU, Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten und die Fachcommunity in politischen Panels und Experten-Panels darüber, wie der SET-Plan EU-Mitgliedstaaten und assoziierte Staaten darin unterstützt, ihre nationalen F&I-Ansätze und Finanzierungsprogramme für saubere Energie auf die Ziele der europäischen Energie- und Klimapolitik auszurichten. Konkret ging es dabei um drei zentrale EU-Initiativen, die noch in diesem Jahr starten sollen: „Energy System Integration and Hydrogen“, „Offshore Renewables“ und „Renovation Wave“, letztere mit Blick auf den Gebäudebestand in der EU.

Somit war „Alignment“ ein zentrales Stichwort in vielen Diskussionen: Wenn Förderprioritäten miteinander abgestimmt werden und alle Staaten dementsprechend konsequent agieren, können Synergien genutzt, Kosten eingespart und rascher bestmögliche Ergebnisse erzielt werden. Die Diskussionen haben auch klar gezeigt, dass die Kanalisierung und effiziente Verwendung öffentlicher und privater Investitionen in die erforderlichen Technologien immer wichtiger werden.

Bewährte Forschungskooperationen weiter ausbauen:
Neue EU-Partnerschaften im Bereich der Energieforschung

Ein Side Event unmittelbar vor der eigentlichen Konferenz konzentrierte sich auf die neuen EU-Partnerschaften im Energiebereich: CET (Clean Energy Transition) und DUT (Driving Urban Transition). Mit dem ab 2021 geltenden EU-Rahmenprogramm „Horizont Europa“ soll die in den ERA-Nets bewährte Forschungskooperation auf europäischer Ebene in solchen „Co-funded Partnerships“ weiter ausgebaut werden. Über 300 Teilnehmende hatten sich hier zugeschaltet. Quintessenz: Die beiden Partnerschaften sollen im Sinne eines integrierten Ansatzes Herausforderungen auch gemeinsam aufgreifen. Zudem können CET und DUT dazu beitragen, die thematisch entsprechenden Förderprogramme in den Mitgliedsländern effizient aufeinander abzustimmen und Synergien zu anderen EU-Programmen im Energiebereich auszunutzen.

Klar wurde auf der 14. SET-Plan-Konferenz auch: Es geht nicht nur um das Abstimmen von nationalen und EU-Forschungsprogrammen, um Technologien und Fördermittel. Ein verlässlicher regulatorischer und auch gesellschaftlicher Rahmen – Stichwort Akzeptanz – ist unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende und dafür, dass Europa auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig bleibt.


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