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Am 30. Juni 2025 fand das Richtfest statt. Von links: Bürgermeister Dr. Tobias Benz (Grenzach-Wyhlen), Projektleiterin Dr. Reihaneh Zohourian (EnBW), naturenergie Geschäftsführer Michel Schwery und Prof Dr. Wolfram Münch (EnBW). © Markus Edgar Ruf
Am 30. Juni 2025 fand das Richtfest statt. Von links: Bürgermeister Dr. Tobias Benz (Grenzach-Wyhlen), Projektleiterin Dr. Reihaneh Zohourian (EnBW), naturenergie Geschäftsführer Michel Schwery und Prof Dr. Wolfram Münch (EnBW).

Wasserstoffproduktion
Reallabor H2-Wyhlen: Richtfest für fünf Megawatt Elektrolyseur

02.07.2025 | Aktualisiert am: 15.07.2025

Rund ein Jahr nach dem Spatenstich ist der Rohbau für die Power-to-Gas-Anlage im Rahmen des Projekts H2-Wyhlen fertig. Demnächst sollen am Wasserkraftwerk direkt am Rhein im Dreiländerdreieck bis zu 700 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produziert werden.

Die Energieunternehmen naturenergie und EnBW wollen die Produktion von grünem Wasserstoff an dem Standort in Grenzach-Wyhlen mit der neuen Anlage um fünf Megawatt erweitern. „Um unsere Energieerzeugung klimafreundlicher zu gestalten, setzen wir mittelfristig auf Wasserstoff, der CO₂-arm produziert wird. Mit Pilot- und Demonstrationsprojekten wollen wir praktische Erfahrungen sammeln und so das nötige Wissen für neue Technologien und die Infrastruktur der Zukunft aufbauen“, sagt Prof. Dr. Wolfram Münch, Leiter Forschung & Entwicklung bei EnBW, in einer Pressemitteilung.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt die Verbundpartner bei der Erprobung einer regionalen H2-Wirtschaft mit Industriearealen, Wohnquartieren und weiteren Abnehmern von Wasserstoff in einem Reallabor der Energiewende mit rund 15 Millionen Euro.

Die neue Fünf-Megawatt-Power-to-Gas-Anlage entsteht neben einer Ein-Megawatt-Bestandsanlage und wird mit Energie aus dem benachbarten Wasserkraftwerk betrieben. 2026 soll die neue Anlage betriebsbereit sein und der Reallabor-Betrieb starten. Der Standort wird dabei zum naturenergie Campus Wyhlen, an dem die Energiewelt von morgen erlebbar gemacht werden soll.

Spatenstich vor einem Jahr

Die neue Anlage soll bis zu 700 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Sie ergänzt die seit 2018 bestehende, erste Power-to-Gas-Anlage. Diese hat ein Megawatt Leistung. Der Neubau der Wasserstoffanlage ist nicht das einzige Projekt am Standort. Naturenergie will das Kraftwerksareal zu einem Energie-Campus ausbauen. Im April 2024 erfolgte der Spatenstich für eine neue Heizzentrale. Im Herbst begann der Bau einer neuen Geländezufahrt. Außerdem soll ein neues Büro- und Werkstattgebäude entstehen.