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16.11.2022

Konsultationsprozess „Geothermie für die Wärmewende“ startet

Bohranlage
©Andy Ilmberger - stock.adobe.com

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) startet einen Konsultationsprozess, um die Erdwärme umfassender zu nutzen. Das große Potenzial der Geothermie wurde in Deutschland bislang nur unzureichend erschlossen. Da die Erdwärme aber ganzjährig und verlässlich zur Verfügung steht, kann mit ihr insbesondere die klimaneutrale Wärmeversorgung verbessert werden.

Konkret hat das Bundeswirtschaftsministerium jetzt einen Konzeptvorschlag mit acht Maßnahmen entwickelt und in einem Eckpunktepapier veröffentlicht. Um das Programm bestmöglich auszugestalten, bindet die Regierung die fachliche Expertise aller relevanten Akteure in einem Konsultationsprozess ein.

Bis 2030 soll 50 Prozent der Wärme klimaneutral erzeugt werden

Effizienzmaßnahmen und der massive Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien sind erforderlich, um im Gebäudebestand, im Neubau sowie für industrielle Prozesse bis zum Jahr 2045 komplett klimaneutral Wärme bereitzustellen. Das BMWK möchte daher die Erdwärme in Deutschland verstärkt nutzen: Bis 2030 sollen fünfzig Prozent der Wärme klimaneutral erzeugt werden. Konkret ist geplant, in der Mitteltiefen und Tiefen Geothermie bis zum Jahr 2030 ein geothermisches Potenzial von 10 TWh so weit wie möglich zu erschließen und das derzeitige Einspeisen in Wärmenetze aus dieser Quelle damit zu verzehnfachen.

Technologie soll weiterentwickelt und marktfähig werden

Dafür möchte das BMWK bis 2030 bis zu 100 zusätzliche geothermische Anlagen anstoßen. Diese sollen an Wärmenetze angeschlossen werden, Wohngebäude und Quartieren heizen sowie Wärme für industrielle Prozessen liefern. Insgesamt soll mit dem Impuls das geothermische Know-how weiterentwickelt sowie ein Markt für die Geothermie bereitet werden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: „Die Nutzung der Erdwärme muss nach unserer Einschätzung konsequent zusammen gedacht werden mit dem Ausbau und der Dekarbonisierung der Wärmenetze.“

 

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