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Die Projektförderung des BMWE hat deutliche Impulse für Innovation, Transfer und Investitionen geliefert © Istock/imaginima
Die Projektförderung des BMWE hat deutliche Impulse für Innovation, Transfer und Investitionen geliefert

Evaluation bestätigt hohe Wirksamkeit
Evaluationsbericht zur Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm veröffentlicht

10.06.2026 | Aktualisiert am: 10.06.2026

Die Projektförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im 7. Energieforschungsprogramm hat die Energieforschung gestärkt und den Umbau des Energiesystems unterstützt. Das zeigt die nun veröffentlichte Begleit- und Ex-post-Evaluation der Förderaktivitäten von 2018 bis Ende 2023.

Das 7. Energieforschungsprogramm trägt wesentlich zur technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation des Energiesystems bei. Es stärkt die wissenschaftlich-technischen Grundlagen der Energiewende, unterstützt Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und fördert die Vernetzung zentraler Akteure. Damit schafft das Programm nach Einschätzung des Evaluationsteams langfristige Voraussetzungen zur technologischen Souveränität und zur Sicherung des Industriestandorts Deutschland.

Insgesamt hat das BMWE 6.499 Teilvorhaben von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Organisationen gefördert. Die Evaluation bescheinigt dem Programm eine hohe strategische Relevanz und eine starke Ausrichtung an den energiepolitischen Zielen Deutschlands.

Von der Technologieförderung zum systemischen Ansatz

Die Bundesregierung hat mit dem 7. Energieforschungsprogramm die deutsche Energieforschungspolitik grundlegend weiterentwickelt. Erstmals standen nicht einzelne Technologien, sondern das Zusammenspiel von Innovationen, Marktakteuren und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Neue Förderformate wie die Reallabore der Energiewende und die Mikroprojekte haben den Blick auf den Umbau des Energiesystems als gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess erweitert. So ermöglichen die Reallabore der Energiewende das Erproben innovativer Technologien und Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen und fördern deren Skalierung und Markteinführung. Mikroprojekte haben sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als niedrigschwelliger Zugang zur Forschungsförderung bewährt.

Deutliche Impulse für Innovation, Transfer und Investitionen

Ebenfalls positiv hat das Evaluationsteam die Beiträge des Programms zur technologischen Innovationskraft bewertet. Dies fördert nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die vom BMWE geförderten Projekte entwickelten neue Technologien, verbesserten bestehende Lösungen und steigerten deren Technologiereife deutlich. Im Durchschnitt erhöhten die Vorhaben ihren Technologiereifegrad um mehr als zwei Stufen. Zudem leisteten sie wichtige Beiträge zur Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Reduktion von Emissionen.

Deutlich gesteigerte Investitionen dank Förderung

Auch die wirtschaftlichen Effekte der Förderung fallen deutlich aus: Aus der Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm heraus wurden Investitionen in Forschung und Entwicklung von rund 4,9 Milliarden Euro angestoßen, davon 3,3 Milliarden Euro durch Fördermittel. Die Förderung löste zusätzliche Investitionen von 1,6 Milliarden Euro aus. Besonders bemerkenswert ist laut dem Evaluationsteam die hohe Additionalität: 70 Prozent der Vorhaben wären ohne Förderung nicht umgesetzt worden, weitere 28 Prozent wurden durch die Förderung erweitert oder beschleunigt. Mitnahmeeffekte spielten nur eine geringe Rolle.

Empfehlungen fließen in die Weiterentwicklung des Energieforschungsprogramms ein

Die Evaluation zeigt zudem, dass das Programm Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren gestärkt und den Wissenstransfer unterstützt hat. Die Forschungsnetzwerke Energie des BMWE haben sich hierfür als wichtige Plattformen für Austausch, Vernetzung und die Identifikation neuer Forschungsbedarfe erwiesen.

Für die Zukunft empfehlen die Gutachterinnen und Gutachter insbesondere eine noch stärkere Verzahnung von Energieforschung, Energiepolitik und Marktgestaltung, eine Beschleunigung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie den weiteren Ausbau praxisnaher Förderinstrumente. Viele dieser Empfehlungen wurden bereits bei der Konzeption des aktuellen 8. Energieforschungsprogramms des BMWE berücksichtigt. Dazu zählen eine missionsorientierte Steuerung, verbesserte Governance-Strukturen, vereinfachte Verfahren, noch mehr Transparenz und ein noch größerer Fokus auf Transfer und Anwendung. (ml)

Evaluationsteam

Die begleitende Evaluation der Projektförderung des BMWE im 7. Energieforschungsprogramm hat ein Team des AIT Austrian Institute of Technology, des Evaluations- und Beratungsanbieters KERLEN Evaluation und des Forschungsinstituts KMU Forschung Austria durchgeführt. Die im Herbst 2020 beauftragte begleitende Evaluation der Förderaktivitäten verfolgte das Ziel, Analysen, Reflexionen und laufende Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderung zur angewandten Energieforschung des BMWE zu entwickeln.