© metamorworks/AdobeStock
Mehr Transparenz in der Energiesystemanalyse
BMWE startet neuen Förderaufruf MODEX-2 für Modellvergleiche
Mit dem Förderaufruf „Modellvergleiche zur Erhöhung der Transparenz in der Energiesystemanalyse (MODEX-2)“ stärkt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Vergleichbarkeit und Transparenz von systemanalytischen Modellen im 8. Energieforschungsprogramm. Ziel ist es, die Aussagekraft und Nachvollziehbarkeit von Energiesystemmodellen weiter zu verbessern.
Energiesystemmodelle spielen eine wichtige Rolle, um zukünftige Entwicklungen in der Energieversorgung abzubilden und Transformationspfade zu analysieren. Gleichzeitig sind sie in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Mit dem Förderaufruf MODEX-2 setzt das BMWE genau hier an: Durch systematische Modellvergleiche sollen Annahmen, Unsicherheiten und Unterschiede zwischen Modellen sowie deren Ergebnisse transparenter gemacht und besser verständlich aufbereitet werden – auch für Nutzerinnen und Nutzer der Ergebnisse außerhalb der Wissenschaft. Forschungsteams können ihre Projektskizzen bis zum Stichtag am 31. August 2026 einreichen.
Fokus: Transparenz, Modellvergleiche und Einbinden von Stakeholdern
Im Mittelpunkt der Förderung stehen interdisziplinäre Verbundprojekte, in denen verschiedene Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Gefördert werden insbesondere innovative Vergleichsexperimente zwischen unterschiedlichen Modelltypen. Auch die Einbindung volkswirtschaftlicher Modelle sowie der Abgleich von Modellergebnissen mit historischen Daten sind möglich. Die Projekte können zudem das deutsche Energiesystem im europäischen Kontext betrachten.
Alle geförderten Projekte werden Teil eines übergeordneten „MODEX-2-Gesamtverbundes“, der die Ergebnisse bündelt und für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet. Damit leistet MODEX-2 einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Energiesystemanalyse und zur Stärkung evidenzbasierter Entscheidungsgrundlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der verständlichen Kommunikation von Modellergebnissen. Ziel ist es, dass die Projekte komplexe Inhalte so aufbereiten, dass sie auch für fachfremde Zielgruppen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse sollen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und auf der Open-Energy-Plattform dokumentiert werden. (ml)