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06.10.2021

Nationale Wasserstoffstrategie: Das ist der Beitrag der Energieforschung

Hand hakt Checkliste ab
© BrianAJackson/iStock/thinkstock

Die Bundesregierung hat dargelegt, wie die Nationale Wasserstoffstrategie bislang umgesetzt worden ist. Den aktuellen Stand der Maßnahmen liefert jetzt ein Zwischenbericht. Um die Strategie mit Leben zu füllen, hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit dem vergangenen Jahr bei der Energieforschung erste konkrete Maßnahmen erfolgreich angestoßen.

 

In den Reallaboren der Energiewende mit Schwerpunkt Wasserstofftechnologien und Sektorkopplung erproben Fachleute Innovationen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette im praktischen Einsatz und großen Maßstab. Das trägt dazu bei, dass neuen Technologien der Sprung in den Markt gelingt. Aktuell fördert das BMWi in diesem Bereich vier Reallabore. Das erste Projekt, Westküste100, widmet sich dem Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in Schleswig-Holstein. Weitere Vorhaben sind H2-Wyhlen, das Norddeutsche Reallabor und der Energiepark Bad Lauchstädt.

Mit der Technologieoffensive Wasserstoff hat das BMWi eine weitere Fördermaßnahme für die Energieforschung im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie veröffentlicht. Zu den bereits gestarteten Forschungsvorhaben gehören zum Beispiel die Vorhaben OptiLBO  und BrEEGa. In deren Rahmen wollen Fachleute mithilfe von grünem Wasserstoff die Stahlindustrie dekarbonisieren. Bis Ende des Jahres 2021 werden rund zwei Dutzend Projekte gestartet sein.

Ein anderes Element der Nationalen Wasserstoffstrategie ist das Forschungsnetzwerk Wasserstoff, das im September 2020 gegründet wurde. Das BMWi fördert das Netzwerk im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms. Mittlerweile engagieren sich darin mehr als 1.500 Fachleute aus Forschung, Energiewirtschaft, Industrie und Gesellschaft. Rund ein Jahr nach dem Auftakttreffen haben die Mitglieder im September 2021 ihre ersten Empfehlungen, wie eine Wasserstoffwirtschaft in Deutschland schnell aufgebaut werden könnte, an das Ministerium übergeben.

Schließlich haben das Bundeswirtschafts- und das Bundesforschungsministerium mit dem Projekt H2-Kompass eine Basis für eine künftige Wasserstoff-Roadmap der Bundesregierung geschaffen bei der Forschungsprioritäten im Wasserstoffbereich identifiziert werden sollen.

Die starke Energieforschung rund um Technologien zu grünem Wasserstoff trägt dazu bei, dass Innovationen in diesem Bereich vorbereitet und der Transfer in den Markt beschleunigt werden. An diesem entscheidenden Hebel wird das Bundeswirtschaftsministerium weiter mit ganzer Kraft arbeiten – damit die Energiewende in Deutschland gelingt.

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