News
03.03.2022

Klimaneutral mit Wasserstoff: Containerterminal im Duisburger Binnenhafen

Visualisierung des geplanten Containerterminals im Duisburger Binnenhafen (Bild: ©duisport)
Visualisierung des geplanten Containerterminals im Duisburger Binnenhafen (Bild: ©duisport)

Rund 13 Millionen Euro Fördergelder tragen mit dazu bei, dass im Duisburger Binnenhafen das erste klimaneutrale Containerterminal in Europa entsteht. Zur Kick-of-Veranstaltung des Projektes enerport II trafen sich mehr als 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

 

Auf der Kohleinsel im Duisburger Binnenhafen starten jetzt die Bauarbeiten für das neue Containerterminal. Dieses soll zukünftig nachhaltig und auch auf Basis von Wasserstoff mit Energie versorgt werden. Vor Ort fand heute die Veranstaltung zum Start des Vorhabens statt. Gastredner waren Oliver Krischer (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz), Hendrik Wüst (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen), Professor Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer (Präsident Fraunhofer Gesellschaft) sowie Sören Link (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg). Mit deren heutigen, symbolischen Spatenstich beginnt in Kürze nicht nur der Bau des Duisburg Gateway Terminal (DGT), sondern auch die Umsetzung des Verbundprojektes enerport II.

Im Projekt enerport unter Leitung der Duisburger Hafen Aktiengesellschaft sollen zahlreiche Prozesse elektrifiziert und das Terminal mit Energie aus Brennstoffzellen, Blockheizkraftwerken, Photovoltaik und Batteriespeichern versorgt werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei Wasserstoff. Die in Duisburg gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig auf andere Häfen übertragen werden. So gibt es allein in Deutschland rund 170 Binnenhäfen.

Oliver Krischer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit rund 13 Millionen Euro geförderte Vorhaben enerport leistet einen wichtigen Beitrag für eine klimaneutrale Zukunft. Hier wird der Einsatz und die Anwendung von Wasserstofftechnologie in der Praxis und in einem hochgradig national und international vernetztem Umfeld erprobt. Das so generierte Wissen kann auch in anderen Kontexten zum Einsatz kommen und so dazu beitragen, dass die Versorgung mit CO2-freiem Wasserstoff und dessen Folgeprodukten gesichert und gestaltet werden kann. Nicht zuletzt die enge Verknüpfung mit den Akteuren vor Ort im Projekt enerport zeigt, wie wichtig hierbei auch die gesamtgesellschaftliche Einbindung ist.“

Technologieoffensive Wasserstoff stellt Mittel für 113 Vorhaben bereit

Das Vorhaben enerport wird im Rahmen der Technologieoffensive Wasserstoff  vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Der Förderaufruf stellt einen Beitrag des BMWK zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie im Rahmen der angewandten Energieforschung dar. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den Bereichen Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff. Weitere Schwerpunkte des Aufrufs sind die Integration von Wasserstoffinfrastruktur in das Energiesystem als Beitrag zur effizienten Sektorkopplung sowie die Berücksichtigung übergreifender technoökonomischer und gesellschaftlicher Belange. Im Jahr 2021 stellte das Ministerium für die Technologieoffensive Wasserstoff Mittel für insgesamt 113 Vorhaben in Höhe von 63,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen

Das BMWK-Fachportal energiewendebauen.de bietet Neuigkeiten, Fakten und Hintergründe zu Forschungsprojekten in den Bereichen Gebäude, Quartiere und Wärme. Hier finden Sie auch einen Artikel zum Start des Projektes enerport II und zum Vorgängerprojekt enerport I. (bs)

-->