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03.04.2020

Förderaufruf Energiesystemanalyse: ETSAP – Forschen im internationalen Kontext

Fotografische Szene zum Auswerten von Daten
Bild: Yozayo/iStock/thinkstock

Die Energiewende ist eine globale Herausforderung. Daher zielt das 7. Energieforschungsprogramm auch auf die Stärkung internationaler Zusammenarbeit ab. Jetzt schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die deutsche wissenschaftliche Begleitung zu ETSAP aus, einer Technologieinitiative der Internationalen Energieagentur (IEA) im Bereich der Systemanalyse. Frist ist der 22. Mai 2020.

Für das Energieversorgungssystem von morgen ist die Systemanalyse eine entscheidende Disziplin. Denn mit systemanalytischen Werkzeugen und Methoden entwickeln Forscherinnen und Forscher Antworten darauf, wie das künftige Energiesystem als Ganzes ausgestaltet werden könnte. Dabei müssen viele neue Technologien zusammengebracht werden. Es gilt, die Sektoren Strom, Verkehr und Wärme/Kälte immer stärker miteinander zu koppeln. Und nicht zuletzt ist das Berücksichtigen von internationalen energiewirtschaftlichen Einflussfaktoren entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Energiewendemaßnahmen.

Hinter der Abkürzung ETSAP steht „Energy Technology Systems Analysis Programme“. Über die Zusammenarbeit in dieser IEA-Technologieinitiative entwickeln internationale Wissenschaftsteams Energiesystemmodelle weiter. Mit Modellgeneratoren können Energietechnologieszenarien gestaltet und damit Handlungsempfehlungen zu Energieeinsparung und Emissionsminderung abgeleitet werden. Die internationale Zusammenarbeit ermöglicht das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen, die dann auch in vielen Ländern tragfähig sind: Die Modelle werden sowohl regional als auch global angewendet, um Energiewende und Klimaschutz voran zu bringen. Übergeordnetes Ziel ist eine entsprechende Beratung aller IEA-Mitgliedsländer und somit letztlich die Weiterentwicklung des globalen Energiesystems.

Bei der jetzt ausgeschriebenen deutschen wissenschaftlichen Begleitung geht es konkret um die weitere Entwicklung der so genannten TIMES-Modellgeneratoren.


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