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15.12.2020

Neuer Förderaufruf: Prozessbedingte Emissionen in der Industrie reduzieren

BMWi Förderaufruf „CO2-Abscheidung und -Nutzung in der Grundstoffindustrie“
Bild: ©wladimir1804 - stock.adobe.com

Das BMWi hat den Förderaufruf „CO2-Abscheidung und -Nutzung in der Grundstoffindustrie“ im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms gestartet. Im Fokus stehen Forschungsvorhaben, die technische, ökonomische und rechtliche Voraussetzungen für den kommerziellen Einsatz von Technologien und Prozessen zur CO2-Abscheidung und -Nutzung in der Industrie ermöglichen. Ab sofort können Interessierte Projektskizzen beim Projektträger Jülich einreichen.

Deutsche Industrieunternehmen haben ihre CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2018 um rund 30 Prozent reduziert. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. In Deutschland trägt die Industrie zu etwa 20 Prozent des CO2-Ausstoßes bei – so der Stand 2019. Um diese Treibhausgasemissionen, insbesondere die schwer vermeidbaren prozessbedingten Emissionen zu reduzieren, könnten Verfahren und Technologien zur Abscheidung und Nutzung von CO2 eine zentrale Rolle spielen.

Der Schwerpunkt des neuen Förderaufrufs liegt deshalb auf der technischen Weiterentwicklung und Erprobung von CO2-Abscheidemethoden und der Kreislaufführung von CO2 wie im Kapitel 4.4.4 „CO2-Technologien für die Energiewende“ des 7. Energieforschungsprogramms dargestellt. Hier sieht die Bundesregierung einen entscheidenden Anknüpfungspunkt, um die gewünschten vollständigen CCU-Prozessketten (Carbon Capture and Utilization) zu erreichen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Gebietskörperschaften, öffentliche Verwaltungen, Vereine, Verbände und Stiftungen.

Der Förderaufruf ist eine strategische Kooperation des 7. Energieforschungsprogramms mit dem im Klimaschutzprogramm 2030 angekündigten Förderprogramm „CO2-Vermeidung und –Nutzung in Grundstoffindustrien“. Ziel der Programmkopplung ist es, in einer ersten Phase Projekte mit höherem Forschungsanteil im Bereich der CO2-Abscheidung und -Nutzung zu fördern. In einer zweiten Phase, die als neues Förderprogramm „CO2-Vermeidung und –Nutzung in Grundstoffindustrien“ zeitnah vorgelegt wird, werden große Demonstrationsprojekte zu CO2 -Technologien in der Grundstoffindustrie gefördert. Durch die strategische Kopplung werden Synergien zwischen den Förderprogrammen geschaffen und Doppelungen verhindert.

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