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Aktuelle Förderangebote

Format Vorkommerzielle Auftragsvergabe (PCP)

Mit dem Format der vorkommerziellen Auftragsvergabe PCP (Pre-Commercial Procurement) unterstützt das BMWE gezielt den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis, um wichtige gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren. Für eine zielgerichtete Ausgestaltung eines PCP wird im Vorfeld jeweils eine Marktkonsultation durchgeführt.

Symbolbild Vorkommerzielle Auftragsvergabe (PCP) © InfiniteFlow – stock.adobe.com

Was ist eine vorkommerzielle Auftragsvergabe (PCP)?

PCP ist ein Instrument der innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung: Die Bundesregierung agiert als Auftraggeber von F&E‑Leistungen (Forschung und Entwicklung), nicht als klassischer Fördermittelgeber. Das BMWE definiert ein eng abgestecktes Innovationsbedürfnis, schreibt dieses europaweit aus und vergibt Verträge an mehrere Unternehmen parallel. Diese durchlaufen in Phasen (z. B. Machbarkeit, Prototyp, Erprobung) einen Wettbewerb. Am Ende der Entwicklung stehen Prototypen, keine Serienprodukte. Die Kosten werden innerhalb des PCP über Aufträge gedeckt. Die geistigen Eigentumsrechte verbleiben bei den Auftragnehmern, während der Auftraggeber ein einfaches Nutzungsrecht erhält.

Exemplarische Umsetzung in drei Phasen © Projektträger Jülich/eigene Darstellung
Exemplarische Umsetzung in drei Phasen

Was sind die Vorteile eines PCP?

PCPs unterliegen weder dem deutschen oder europäischen Vergaberecht noch dem Beihilferecht. Daraus und aus dem oben geschilderten Verfahren ergeben sich einige Vorteile für Teilnehmende:

  • Vollständige Vergütung der beauftragten Arbeiten
  • Bürokratiearme Verfahren für Berichtspflichten und Auszahlungen
  • Teilnahme einzelner Akteure oder Bietergemeinschaften
  • Bei erfolgreichem Durchlaufen aller Phasen marktnahe Projektergebnisse (Prototyp)

Welchem Zweck dient die Marktkonsultation?

Die einem PCP vorgeschaltete Marktkonsultation soll den Bedarf und die inhaltlichen Ziele für ein PCP schärfen, Marktinteresse und technische Kompetenzen erfassen, Annahmen zu bestehenden Prozessen und Voraussetzungen validieren sowie Transparenz und Vertrauen im späteren Beschaffungsprozess stärken. Die Teilnahme ist unverbindlich und hat keinen direkten Einfluss auf spätere Zuschlagsentscheidungen. Sie unterstützt eine markt- und praxisgerechte Ausgestaltung der Ausschreibung.

Aktuelle PCP-Verfahren und Marktkonsultationen

  • PCP „Toolkit für aktives Verteilnetzmanagement“
    • Einreichungsfrist: 31.08.2026
    • Weitere Informationen und Details finden Sie hier.
  • Ergebnisse der abgeschlossenen Marktkonsultation „Toolkit für aktives Verteilnetzmanagement“: Link (PDF)

  • Ergebnisse der abgeschlossenen Marktkonsultation „Langzeitenergiespeicher“: Link (PDF)