40 Jahre Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Seit nunmehr 40 Jahren demonstriert das konsequent an den energie-, forschungs- und wirtschaftspolitischen Beddürfnissen ausgerichtete Energieforschungsprogramm das Bekenntnis der Bundesregierung, Forschung und Entwicklung am Innovationsstandort Deutschland zu stärken. Durch den Gleichklang von Fördern und Fordern setzt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gemeinsam mit den weiteren beteiligten Bundesressorts für ein Gelingen der Energiewende ein. Damit unterstützt die Bundesregierung das Sichern und Schaffen qualifizierter Arbeitsplätze, das Stärken von Exportchancen und das Bewahren einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung in Deutschland.

1977: Das erste umfassende Forschungsförderprogramm

1977 startete das erste Energieforschungsprogramm unter der Federführung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und baute damit auf dem Rahmenprogramm "Energieforschung" von 1974 auf. Dieses war als Reaktion auf die erste Ölpreiskrise von 1973 ins Leben gerufen worden. Das 1. Energieforschungsprogramm stellte 1977 eine politische Trendwende dar. Bis dahin war die Förderpolitik des Bundes vor allem auf die Sicherung der Energieversorgung ausgerichtet gewesen. Mit dem neuen Programm verfügte die Bundesrepublik nun erstmals über ein umfassendes Forschungsförderprogramm, das neben der Versorgung auch die Energieeinsparung und rationelle Energieanwendung zu politischen Leitlinien erhob.

2017: Die Energiewende - Ein gutes Stück Arbeit

Alle Förderprogramme für die Energieforschung waren Kinder ihrer Zeit und zeigten zugleich eine langfristige Vision für die Zukunft auf. 2017 - 40 Jahre später - kann Deutschland auf eine Vielzahl Entwicklungserfolge zurückblicken. Diese wurden nicht zuletzt durch die Förderung des Bundes möglich. Seit dem 6. Energieforschungsprogramm von 2011 ist die Forschungsförderung konsequent auf die Energiewende ausgerichtet. Es fokussiert die Transformation des Energiesystems mit einem signifikanten Ausbau und einer immer stärkeren Integration erneuerbarer Energien und der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen.

Forschen für die Energiewende - 40 Jahre Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Fachkonferenz

Am 2. Mai fand im Konferenzzentrum des BMWi die Veranstaltung "40 Jahre Energieforschungsprogramm der Bundesregierung" statt. Das BMWi hat anlässlich des Jubiläums eine Themenseite dazu veröffentlicht. Das Programm der Veranstaltung im Überblick: Programm

Der Festakt wurde durch Bundesministerin Brigitte Zypries eröffnet. In ihrer Rede betonte die Ministerin die Errungenschaften der Energieforschung und die hohe Relevanz von Forschung und Entwicklung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandortes. Die Rede von Frau Zypries kann über SoundCloud nachgehört werden.

Im Anschluss sprach Dr. Volker Hauff, Bundesminister für Forschung und Technologie a.D., über die historische Entwicklung des Programms und seine Anfänge. In seiner Rede betonte er dabei den großen Wandel, den Deutschland im Laufe der vergangenen 40 Jahre von der Atomeuphorie bis hin zur Energiewende vollzogen hat (die ganze Rede zum Nachlesen). Der Festakt wurde durch Beiträge von Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) und Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) abgerundet.

Im Anschluss an einen einstündigen Festakt, diskutierten die Teilnehmer in der Fachkonferenz am Nachmittag unter anderem über den Forschungsstand und -bedarf der verschiedenen Energietechnologien, die nationalen und internationalen Marktchancen sowie über Methoden der Energieforschung. Grundlage für den interaktiven Workshop am Nachmittag bilden die Technologiesteckbriefe, die in einem durch das BMWi geförderten Leitprojekt "Trends und Perspektiven der Energieforschung" entstanden sind. Weitere Informationen dazu auf der Unterseite "Steckbriefe".