Hintergrund
Das Energiesystem ganzheitlich betrachten

Fachübergreifend vernetzt

Unser Energiesystem entwickelt sich in einem komplexen Umfeld aus zahlreichen technischen, wirtschaftlichen, ökologischen, energiepolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dadurch vereint  auch die Energiesystemanalyse ein breites Spektrum an Fachdisziplinen: Forscherinnen und Forscher aus Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, angewandter Mathematik, Informatik, Sozial- und Rechtswissenschaften entwickeln und verbessern im interdisziplinären Austausch, Methoden, mit denen Zusammenhänge im System abgebildet oder beschrieben werden können.

Themen sind unter anderem die Kopplung verschiedener Modelle mittels Schnittstellen. Darüber hinaus wird auch das Verhalten von Akteuren aus Gesellschaft oder Industrie in der Systemanalyse miteinbezogen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reduzierung von Komplexitäten. Denn obwohl das Energiesystem immer komplexer wird, sollten die Modelle handhabbar und die Rechenzeit der Fragestellung angemessen ausfallen. Die Forscherteams greifen dazu auf Tools wie selbstlernende Algorithmen, neuronale Netzwerke und moderne statistische Methoden zurück.

Neben der eigentlichen Methodenentwicklung sind Validierung und Transparenz sowie die Stärkung der internationalen Perspektive und Zusammenarbeit wichtige Schwerpunkte der wissenschaftlichen Energiesystemanalyse. Die Ergebnisse einer systemanalytischen Untersuchung müssen transparent, nachvollziehbar und von Dritten überprüfbar sein. Nur dann können sie als belastbare Grundlage für Weichenstellungen zur künftigen Ausgestaltung des Energiesystems dienen. Daher unterstützt das BMWi Open-Source-, Open-Data- und Open-Access-Ansätze zur Stärkung von Vergleichbarkeit und Transparenz energiesystemanalytischer Modellierung. Ein erprobtes Mittel zur Validierung sind die Modellvergleiche, denn damit können Forscherinnen und Forscher Qualität und Verbesserungsbedarf etablierter Modelle bestimmen.

Einige solcher Projekte zum Modellvergleich unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit dem Förderaufruf MODEX .